Wer vertritt hier die Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes?
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Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege
Freiburg

Beauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege
Bonndorf 

Auszüge aus den Stellungnahmen
v. 21.05.96 u. 28.02.01:

"Des weiteren wurde die Vegetation ... nur an einem Geländetag aufgenommen. Auf dieser Grundlage kann nur ein sehr lückenhaftes Bild insbesondere der krautigen Vegetation gezeichnet werden, zumal der Erfassungstag ... zu einem denkbar ungünstigen Termin durchgeführt wurde."

"Als Mangel in der UVS ist festzustellen, daß bestimmte
Tierartgruppen, die für die Bewertung der Eingriffsproblematik relevant sind, nicht erhoben wurden. Dazu gehören z. B. die Eulenarten im Wald, Heuschrecken und Laufkäfer... Bei einer detaillierten Untersuchung dieser Artengruppen ist zu erwarten, daß weitere Arten der Roten Listen hier ihren Lebensraum haben."

"Eine entsprechende Studie (Kartierung der Lebensraumtypen; Beantwortung der Frage der Habitattangierung) ist durch ein qualifiziertes Fachbüro erstellen zu lassen."

"Insgesamt ist festzustellen, daß durch den geplanten Abbau
massive und nachhaltige Eingriffe in das Landschaftsbild und den Naturhaushalt vorliegen ... so daß die Zulässigkeit des Vorhabens fraglich erscheint." 

"Festzuhalten bleibt, daß die massiven Eingriffe in das Biotop- und Artenpotential, d. h. in die
Lebensräume zahlreicher, auch geschützter, Tiere und Pflanzen in absehbarer Zeit durch Rekultivierung nicht ausgeglichen werden können."

Auszüge aus den Stellungnahmen
v. 29.01.01 u. 21.02.01:

"Eine intensive vegetationskundliche oder pflanzensoziologische Untersuchung ...würde mit Sicherheit auch eine große Anzahl bisher nicht genannter Arten erfassen. Allerdings ist davon auszugehen, dass es sich ... nicht um Individuen handelt, die ausschließlich und einmalig im Bereich des geplanten Steinbruchs vorkommen."
(Der Beauftragte irrt: Es gedeihen hier u. a. Moose, die in vielen Bundesländern verschollen sind, auch in BW nur noch vereinzelt vorkommen und im Bereich Ostschwarzwald-Wutach einzigartig sind.
Außerdem: Erwartet der Beauftragte botanische Sensationen? - Selbst die Wutachschlucht enthält keine Pflanzen, die dort einmalig und ausschließlich vorkommen! )

"Natürlich sind die im Wald und in der Umgebung des geplanten Steinbruchgebiets vorhandenen Arten wie Feuersalamander usw. 'erwähnenswert'.
Jedoch würde auch ein umfassendes faunistisches Gutachten vermutlich keine Arten erfassen, die eine andere Nutzung als Wald ... ausschließen."
(Es geht dem Beauftragten offenbar nicht um Natur-Schutz sondern um Natur-Nutzung?)
"Da sowohl der
Standort als auch der darauf stockende Waldbestand nicht selten oder gar einmalig ist, ist davon auszugehen, dass die hier vorhandenen Arten in den Beständen der näheren oder weiteren Umgebung ebenfalls vorkommen."
(Naturschutz nur in der Umgebung, nur anderswo?)
"Während des Abbaus dürfte vom Steinbruch ein gewisser Riegeleffekt ausgehen. Dieser Riegel schließt jedoch nicht das ganze Tal ab und kann von den Arten umgangen werden."
"Vermutlich ist die
Artenvielfalt nach erfolgter Rekultivierung ... höher als bisher."
(Nach dieser Logik müsste man für optimalen Naturschutz möglichst viele Steinbrüche in die Landschaft sprengen und dann rekultivieren.)

Unsere Meinung:
Sachlich, korrekt, engagiert.

Unsere Meinung:
So könnte auch ein Vertreter der Betreiberfirma argumentieren!