Haus- und Flurnamen
1. Hausnamen    
Bis zur Einführung der Hausnummern waren Hausnamen die einzige eindeutige Kennzeichnung eines Anwesens. Daher hatte auf dem Dorf fast jedes Haus einen Hausnamen, der beim Wechsel der Besitzer auch an die neuen Bewohner überging, weil man sie umgangssprachlich mit ihrem Vor- und Hausnamen und nicht mit ihrem eigentlichen Familiennamen bezeichnete. Die Brunnaderner Hausnamen - gebildet aus den Vornamen früherer Besitzer, aus Familiennamen und Berufsbezeichnungen - entstanden teilweise im 19. Jh. und waren bis vor ca. 30 Jahren noch allgemein in Gebrauch.

Auf dem Ortsplan zeigt die Maus die früheren Hausnummern, die Besitzer und die Hausnamen um 1935.
2. Flurnamen  
Flurkarte
Die Landschaft, Form und Beschaffenheit des Bodens, seine Rodung und Nutzung als Siedlungsplatz, Acker, Wiese, Weide oder Wald, die Gewässer, Tiere und Pflanzen, Wege, frühere Wirtschaftsformen und Besitzer - all das spiegelt sich in den Flurnamen, die so einen besonderen Einblick in die Ortsgeschichte erlauben.   Auf der rund 385 ha großen Gemarkung Brunnadern führten die Talstruktur und teilweise kleine Parzellen zu einer Vielzahl von Bezeichnungen, für größere Flurbereiche, aber auch für Einzelgrundstücke. Wo sich Flurnamen im Lauf der Zeit zu sehr verschliffen haben, ist es hilfreich, wenn man die frühere Aussprache oder Schreibweise kennt. Wer die Namenliste durchsieht, wird feststellen, dass dennoch manche Deutung offen bleibt.

       Flurnamenkarte

       Flurnamenliste