Kirche und Seelsorge
1. Kirchliche Verhältnisse
Brunnadern war kirchlich immer Filiale. Ursprünglich gehörte das Dorf zusammen mit Wangen zur Martinuskirche in Schwaningen, wohl seit deren Gründung in fränkischer Zeit.
Vermutlich im 13. Jh., als man Wangen abtrennte und zum selbständigen Pfarrort erhob, wurde Brunnadern aufgeteilt. Die "ob der Gaß" Wohnenden kamen zur neuen Pfarrei Oberwangen, wo sie auch begraben wurden,  die "unter der Gaß" mit Teilen Unterwangens verblieben bei Schwaningen und hatten dort ihren Begräbnisort. Um 1412 wurde die Pfarrei Oberwangen - entvölkert durch die Pest -  der Nachbarpfarrei Bettmaringen angegliedert und 1434 ganz aufgelöst.
Kirchwege der Brunnaderner Filialisten
Zwar behielt man den Friedhof in Oberwangen bei, aber für die Brunnaderner war der Kirchweg nach Bettmaringen äußert beschwerlich. Erst beim Ordnen der Verhältnisse nach dem 30jährigen Krieg 1659 wies man die neun Haushaltungen "ob der Gaß" der Pfarrei Dillendorf zu. Die verwahrloste Kirche in Brunnadern wurde für Eheschließungen und Messfeiern, der Kirchhof für Beerdigungen hergerichtet. Aber immer noch trennte der sonntägliche Kirchgang die Gläubigen.
Aufgeteilt waren auch die Obliegenheiten und die Zehnteinkünfte der zuständigen Pfarrherren. Aber die seelsorgerliche Spaltung verursachte vielfältige Schwierigkeiten. Daher forderten die Brunnaderner nach der Säkularisation immer nachdrücklicher die völlige kirchliche Vereinigung mit Dillendorf. Doch der Patronatsherr der Schwaninger Kirche, der Fürst von Fürstenberg, fürchtete um die Pfarrpfründe und konnte sich mit der Pfarrei Dillendorf  nicht verständigen. 
Um 1872 leitete das Erzbischöfliche Kapitel eine Änderung ein, diese Initiative stoppten der Kulturkampf und die Bildung einer großen Altkatholikengemeinschaft in Schwaningen.
Erst 1920  wurden die Brunnaderner "unter der Gaß" nach Dillendorf eingepfarrt. Inzwischen hatten sich auch evangelische Einwohner niedergelassen und der Bonndorfer Kirchengemeinde angeschlossen.
Als Filiale von Dillendorf ist Brunnadern heute Teil der Seelsorgeeinheit Bonndorf-Wutach.