Aus der Gemeindechronik
 
1. Bevölkerungsentwicklung und Familien
Als Brunnadern 1975 Bonndorfer Stadtteil wurde, lebten im Dorf 116 Einwohner in 27 Haushalten, wobei die Mehrzahl der Familien im 19. Jh. ansässig geworden war. Die Geschlechter Brendle (1811), Eichkorn (1721) und Schwenninger (1555) sind als älteste nachweisbar.
Die Hanglage des Ortes und der Landwirtschaftsflächen verhinderte ein Anwachsen schon immer. Einst benötigte der Bauer Knechte und Mägde, nichterbende Kinder arbeiteten auf dem Hof mit, und wer wegzog, musste sich freikaufen, so dass 1603 im Dorf 189 Leibeigene in 22 Häusern lebten. Als um 1845 gar 225 Menschen in den wenigen Wohnungen hausten, wuchsen Not und soziale Spannungen so an, dass die Gemeinde Neuansiedlungen verhinderte und die Auswanderung nach Amerika förderte.
Waren es im Brandjahr 1900 noch 153 Einwohner in 31 Häusern, so wuchs die Zahl bis 1939 wieder auf 173 an. Aber bald nach dem 2. Weltkrieg, der ca. 30 Heimatvertriebene, Ausgebombte und Zwangsarbeiter nach Brunnadern brachte, begann der Schwund. Vieles kam da zusammen: Wegzug, Geburtenrückgang und Niedergang der Landwirtschaft, Verlust der gemeindlichen Selbständigkeit, Schließung von Schule, Kaufladen mit Poststelle und der zwei  Gasthäuser. Heute leben hier noch rund 80 Einwohner - Brunnadern ist zum idyllischen Weiler geworden.
Mörsbergische Leibeigene in Brunnadern 1603 Haushalte  etwa um 1700
Huldigungspflichtige 1811 Haushalte um 1900
Die geringe Einwohnerzahl erlaubte kein reges Brauchtum oder Vereinsleben; Gesangs-, Musik-, Theater- und Sportgruppen bestanden oft nur wenige Jahre. Doch erhielt sich in dem abgelegenen Tal manche Ursprünglichkeit länger als anderswo; überlieferte Dorfsagen, die Mundart, Hausnamen oder die Lebensbilder von Originalen zeigen das.