Von Steuern, Zehnten und Diensten
Wie alle Bauern der Raumschaft beteiligten sich auch die Brunnaderner am Aufstand 1524/25. Zu den Ursachen gehörte die Empörung über die drückenden Lasten und die erniedrigende Leibeigenschaft. Das Folgende gibt einen Einblick in die allgemeinen Verpflichtungen, zusätzliche, spezielle Leistungen an Lehens- oder Grundherrschaften und Kriegssteuern sind nicht aufgenommen. Im Laufe der Zeit in Geldzahlungen umgewandelt, galten manche Abgaben und Dienste bis 1821.
Abgaben an den Dorfherrn
Laut Kaufvertrag von 1512 waren als Gefälle an den Dorfherrn zu leisten:
1 Mut Vesen je Pflug, 1 Mut Hafer zu Pflugkorn, 3 Viertel Hafer zu Futterhafer, 1 Pfund 5 Schilling Heugeld, je Feuerstelle 1 Viertel Rauch-Hafer (entgalt den Holzverbrauch), 1 Fastnachtshuhn (Personensteuer), ferner 1 Kalb (galt 12 Schilling) sowie den Zollhafer und die Wein-Tafernsteuer.
Im 18. Jh. war ein weiteres Huhn abzuliefern, auch von verheirateten Söhnen, welche noch "in der Eltern Mus und Brot " standen. Auf den Allmendfeldern lag ein Zins von jährlich 6 Mut Vesen und 6 Malter 2 Mut Hafer (Schaffhauser Maß). 
Besonders störte die Brunnaderner die "Fahlbarkeit", eine Art Erbschaftssteuer. Starb ein Mann, so kam der Vogt und suchte für die Herrschaft das beste Tier ("Besthaupt") im Stall heraus. Starb eine Frau, so holte er Bett und Leintuch, in jedem Fall zudem das beste Kleid des Verblichenen. Für diese Bemühungen nahm sich der Vogt von jedem verstorbenen Mann den Degen, den Hut und die Schuhe, von jedem toten Weib ein Paar Stiefel, dazu von jeder Person 30 Kreuzer in Geld. Ihm und der Herrschaft war es freilich lieber, man ließ die Güter schätzen und zahlte.

Frondienste für den Dorfherrn
Die Brunnaderner Bauern leisteten normalerweise 7 Frondiensttage mit Ross und Wagen bzw. Pflug zur Feldbestellung, Ernte, für Wegebau, Waldarbeit etc. Dazu traten Fronfuhren bei besonderen Anlässen, z. B. Kirchenbauarbeiten. Für Fracht- und Weinfronfuhren erhielt man ein Essen und und ein Maß Wein, bei Fronkehren nur einen Viertellaib Brot, später auch Wein. Die Taglöhner waren zur Mitarbeit auf den herrschaftlichen Feldern verpflichtet. Zeitweise musste jeder Mann auch 30 Klafter Brennholz zurichten.
Heftig aber erfolglos wehrten sich die Brunnaderner im 18. Jh. gegen die Wildbret-Fronfuhr, welche sie verpflichtete, das vom herrschaftlichen Jäger im Ösch erlegte Wild unentgeltlich an jeden beliebigen Ort zu bringen. Schließlich verblieb man so, dass jeweils ein Bauer im Wechsel mit einem Tagelöhner dem Kehr nach fronte und dass der dann ein Essen (Suppe, Gemüse, Brot), das Trinken und 12 Kreuzer erhielt, dazu auch Futter für das Pferd.  - Die letzten Wildtransporte unter sanktblasischer Herrschaft waren 6 nach St. Blasien, 4 nach Berau, 5 nach Tiengen.

Zehntabgaben an die Kirche
Die Zehntsteuern waren in Brunnadern aufgeteilt. Den Groß- oder Kornzehnten mit dem Novalzehnten (für neu angelegte Felder) nutzten zu zwei Dritteln die Pfarrherren von Schwaningen, zu einem Drittel das Kloster St. Blasien. Den Kleinzehnten, den Tier- sowie den Heu- und Öhmdzehnten erhielt der Pfarrer von Schwaningen allein. 
Jede 10. auf dem Feld gerichtete Fruchtgrabe, jedes 10. Büschel Hanf und Flachs, jeden  10. Heu- bzw. Öhmdhaufen fuhren die Zehntknechte ab. Von Erbsen, Bohnen, Kraut, Zwiebeln und Obst brachte man auf Martini bzw. Johanni den 10. Teil dem Pfarrer. Den "lebendigen Zehnt" galt man meist mit Geld ab. Für ein Kalb, das man aufzog, zahlte man 2 Pfennige, für ein Füllen und ein  Bienenvolk je 1 Böhmischen Groschen, für ein Lamm oder Kitz 1 Pfennig; nur bei Ferkeln und Hühnern gab man lieber das 10. Tier ab.
Für Schwaningen (2/3 der Abgaben) wird das ernteabhängige Großzehntquantum 1827 im zehnjährigen Durchschnitt wie folgt angegeben: 35 Malter 32 Viertel 42 6/15 Maß Getreide (Vesen, Roggen, Gerste, Mischfrucht, Hafer) und 63 Gulden 18 Kreuzer an Geld (Gesamtwert: 442 fl 22 Kr.).
In badischer Zeit (nach 1830 bzw. 1838) löste die Gemeinde durch mehrjährige Ratenzahlungen die Zinsen, Fronen und Zehntsteuern ab.