Ältere Besitz- und Rechtsverhältnisse
Im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit ist die Geschichte Brunnaderns die weniger Höfe. Kaufurkunden, Verpfändungen und Schenkungen gewähren Einblick in die Besitz- und Rechtsverhältnisse.
Klostergüter
Das Kloster St. Blasien >>, dessen Hof Brunnadern seine erste Erwähnung 1065 verdankt, erwarb am 25.05.1291 zu Tiengen von Lüthold von Regensberg um 9 Mark Silber ein Gut in Brunnadern.
Vier weitere Höfe kaufte das Kloster etwa 1410. Drei von Claus Meygert um 80 Pfund Haller,  dazu von Clewin Mayer das "sant michele guoth", welches dieser um 17 ½ Pfund Haller vom Kirchenpfleger der aufgelösten Pfarrei Oberwangen erworben hatte.
Auch das St. Blasien unterstehende Frauenkloster Berau war hier begütert. Am 29.11.1345 verpfändete Landgraf Eberhard von Lupfen seiner Frau u. a. in Brunnadern die Vogtei über den Meierhof des Klosters Berau. Durch Lehensverträge aus dem 16. und 17. Jh. sind mehrere Meier des Hofes  bekannt.
Da Susenhart von Swainingen 1379 die Zufahrt zum Berauer Meierhof  verweigerte, sandte Eberhard im Thurm seinen Untervogt Peter Astrant von Bettmaringen  zu einer Gerichtsverhandlung nach Brunnadern.  Obwohl Susenhart zwei "Fürsprechen" aufbot und Graf Heinrich von Lupfen seinen Vogt Bernegger einschaltete, erreichte Probst Nikolaus Dietinger für das Kloster und das Dorf das öffentliche Durchfahrtsrecht.
Infolge dieser Verbindung mit Berau stellte Brunnadern beim Wiederaufbau des 1711 abgebrannten Klosters vier Rosszüge und 15 Tagelöhner.    
1383 schenkte Friedrich von Erzingen für sein und seiner Eltern Seelenheil dem Frauenkloster zu Riedern >> seinen Hof in Brunnadern, wobei er sich das damit verbundene Vogtrecht vorbehielt.
Aus dem 16. Jh. sind mehrere Meier der Riederner Klostergüter bekannt. Ein Güterbeschrieb des 18. Jahrhunderts weist 3 Häuser, 9 Gärten, 42 Wiesen und 9 Äcker bzw. Öschbezirke als Eigentum des Klosters Riedern aus.
Weltliche Inhaber
Als weltlicher Hofbesitzer sei nochmals der schon erwähnte Claus Meygert >> genannt, welcher von der Witwe Anna von Blumberg 1397 um 60 Pfund Haller zwei Höfe ("der ebgotinger güter") und um 1400 für 18 Pfund Pfennig einen weiteren Hof vom Bonndorfer Hans Zenderlin kaufte und die später an das Kloster St. Blasien gingen.
Um 1509 werden Bartholomäus und Elli Hack, die Besitzer des "Hölderlinsgutes", aktenkundig, da sie 30 Gulden Schuldkapital aufnehmen.
Besitz und Rechte hatten auch die Grafen von Lupfen >>. 1345 hatte Eberhard von Lupfen neben dem Vogtrecht auf den Meierhof des Klosters Berau auch einen Hof und die Mühle verpfändet. Von Eiteleck von Reischach, welcher bei der Niederschlagung des Bauernaufstandes kaiserliche Truppen geführt hatte, kaufte Landgraf Christoph von Lupfen - zusammen mit Gütern in der Nachbarschaft - 1531 drei Höfe in Brunnadern. Graf Heinrich von Lupfen verpfändete 1572 Brunnadern um 1200 Gulden an die Spitalpfleger von Rottweil, wobei das Dorf bereits Pfandobjekt für 200 Gulden bei den "frawen in der Samblung zu Rottweil" war.
Nach dem Verkauf der Grafenrechte 1612 stieß Maximilian von Pappenheim offenbar auch Grundbesitz ab. 1614 veräußerte er eine Wiese in der "Rißhalden" an Hans Heini von Buggenried.
Ausführlich aufgelistet sind die jeweiligen Pächter, Besitzer und Dorfbewohner in den Berainen des 17. und 18. Jahrhunderts. Dabei ist es wohl kennzeichnend, wenn 1659 von den 9 Haushalten "ob der Gaß" nur zwei Bauern, die andern aber Tagelöhner sind.
Anmerkung: Die den "Tröndlehof" betreffenden Urkunden des 15. Jh. - irrtümlich Brunnadern bei Bonndorf zugeordnet -  gehören zu Brunnadern bei Weilheim (Krs. Waldshut).